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#Science

Wirkt CBD unterschiedlich auf Frauen und Männer?

27/01/2021 7 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
27/01/2021 7 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

„Selbst ist der Mann“ oder doch „selbst ist die Frau“?, sagt man (oder frau). Spätestens seit Adam und Eva wissen wir, dass es (mindestens) zwei Geschlechter gibt und dass sie sich unterschieden. Über die Frage der kulturellen und psychologischen Geschlechterrollen streiten sich die Geister seit Generationen. Schon alleine der Begriff hat sich über die Jahrhunderte entwickelt – von geschlechtsspezifischen „Charakter“ spricht heute keiner mehr, auch nicht von „Hysterie“ (der Terminus kommt übrigens etymologisch von der Gebärmutter). Aber auch inhaltlich sind Geschlechterrollen und -unterschiede „a work in process“: So definieren sich heutzutage immer mehr Menschen nicht nach dem biologischen Geschlecht, und manchmal legen sie sich gar nicht fest (sogenannte „nicht-binare Geschlechtsidentität“).

Auch zieht kaum jemand heutzutage eine Augenbraue hoch, wenn der Sohn Ballettstunden nehmen will oder die Tochter gemischte Kampfkünste. Wo es noch früher hieß „Männer weinen nicht“ oder „das gehört sich nicht für eine Dame“, so wird heute diskutiert, ob Transgender die Toiletten des nicht-biologischen Geschlechts benutzen sollen. Natürlich muss man hier einfügen, dass dieser Paradigmenwandel vor allem in den westlichen Gesellschaften Europas und Amerikas stattfindet, und (noch) nicht in den traditionellen patriarchalen Gesellschaften in Afrika und Asiens. Aber der „wind of change“ bläst in die richtige Richtung.

Gibt es aber unterschiedliche Wirkungen von CBD auf Frauen und Männer? Wir klären auf, was wir über den Einfluss von CBD auf die Geschlechter wissen, was biologisch und was sozial konstruiert ist, welche Organe wie beeinflusst werden, welchem Geschlecht CBD mehr bei der Schmerzlinderung hilft und welchem Geschlecht mehr beim Sex. Nach diesem Artikel kann dir keiner ein x für ein u vormachen bzw. ein X-Chromosom für ein Y-Chromosom. Los geht's!


Männlicher und weiblicher Hanf?

So wie es bei den Menschen Männern und Frauen gibt, existieren auch männliche und weibliche Hanfpflanzen (und sogar Zwitter!). Das CBD Öl wird von den weiblichen Hanfpflanzen extrahiert, die von den männlichen Samen befruchtet werden. Fast wie bei uns Menschen. Jedoch werden die männlichen Hanfpflanzen in der Regel vernichtet, nachdem man die Samen hat.

So wie es große Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Hanfpflanzen gibt, gibt es die auch zwischen männlichen und weiblichen Nutzer*innen, wie wir gleich sehen werden. Und selbst die Wirkung des CBD auf Männer und Frauen ist sehr unterschiedlich. Wieso das so ist, wie sich das offenbart und in welchen Bereichen die Unterschiede sich am deutlichsten zeigen - all das werden wir uns jetzt anschauen.


Warum wirkt CBD anders auf Männer und Frauen?

Es muss noch Forschung betrieben werden, aber Studien belegen Geschlechterunterschiede bei Medikamenten ganz allgemein. Diese Unterschiede gibt es auch bei CBD, wo klinische Studien sowohl bei Tieren als auch bei Menschen aufzeigen konnte, dass Männer anders als Frauen auf CBD reagieren. Die biologischen Gründe sind vielseitig und reichen von Muskelmasse über Hormone und bis zu anatomischen Unterschieden, die sich vor allem in gewissen Lebenslagen zeigen, wie z. B. Schwangerschaft und PMS bei Frauen. Auch beim Sport - Stichwort Muskelmasse - gibt es beträchtliche Unterschiede.

Eine kürzliche Konferenz der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) beschäftigte sich mit den Unterschieden in Schmerzerfahrung, psychologische Medikamenteneinnahme und CBD bei Schwangerschaft und Stillung. Die Bandbreite der Teilnehmer ist auch ein Indiz für das weite Spektrum der Bereiche, wo es Unterschiede gibt: Vertreter aus Psychologie, Soziologie, Medizin, Erziehungswissenschaften, Biologie, Chemie und Pharmaindustrie beleuchteten den kleinen Unterschied (oder ist er gar nicht so klein?) in ihrem Bereich. So untersuchten unter anderem die Psycholog*innen, wie und warum du alleine CBD nimmst, die Soziolog*innen schauen, wie ihr das in der Gruppe macht bzw. die Gruppe auf euch wirkt. Die Mediziner*innen, Biolog*innen und Chemiker*innen erforschen die Auswirkungen auf den Körper und die Pharmazeut*innen passen dann die CBD Produkte dementsprechend an.

Wie wirkt CBD anders auf Männer und Frauen?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Frauen die Wirkung von Cannabis intensiver fühlen, wie eine Studie aufgezeigt hat. Allerdings muss hier gesagt werden, dass die Studie nicht zwischen THC und CBD unterschied und die meisten negativen Effekte, die die Studie aufweist - Herzrasen, Angstgefühle usw. – vom THC kommen ebenso wie das Rausch-Gefühl.

Ähnliches kann über eine Studie zum Thema Schmerz gesagt werden, wo gezeigt wird, dass Cannabis im Allgemeinen und insbesondere CBD bei Männern eine größere schmerzlindernde Wirkung hat.

Hier muss jedoch eingeschoben werden, dass sowohl bei Schmerz als auch bei Stress als auch bei Lebenserfahrung wie Elternsein die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt: Es gibt leider nicht genug Studien, die sich auf Geschlechterunterschiede zwischen den Geschlechtern spezialisieren und auch nicht genug auf Frauen.

CBD und Sex – bei Männern und Frauen

Wie wir bereits in unserem Artikel „CBD und Sex“ gezeigt haben, kann CBD eine grundsätzlich positive Wirkung auf Sex haben: sei es durch Stressreduzierung, Verbesserung der Durchblutung, Schmerzreduzierung oder allgemein entspannenden Effekt. Es muss hier gesagt werden, dass viele dieser Erkenntnisse von Erfahrungsberichten und nicht von Forschungsstudien stammen.

Frauen haben nach einer Studie mehr sexuelle Befriedigung nach Cannabiskonsum. Leider ist nicht eindeutig, welche Rolle dabei CBD als CBD Öl oder anderen CBD Produkten spielt und welche andere Wirkstoffe. Bei Männern ist der Einfluss auf Sex nicht eindeutig: Es gibt Berichte von Verbesserung, aber auch von erektiler Dysfunktion (obwohl eine Studie zu einem gegenteiligem Ergebnis kam).

Wichtig ist vor allem – bei beiden Geschlechtern – die Dosierung. Und natürlich spielt auch hier eine Rolle, ob man (oder frau) gerade mit CBD angefangen hat oder schon viel Erfahrung hat.


CBD und geschlechtsspezifische Probleme – bei Männern und Frauen

Hier muss man auch erwähnen, dass es Probleme gibt, die sehr geschlechtsspezifisch sind, und daher auch die Bekämpfung der Ursachen dieser Probleme, sei es durch CBD Öl, Hanf Kapseln, oder auch andere, nicht CBD-Produkte, den speziellen Bedürfnissen angepasst werden müssen.

Ein gutes Beispiel, mit dem wir uns bereits in einem separaten Artikel befasst haben, ist PMS oder prämenstruelles Syndrom, eine der häufigsten Frauenkrankheiten. Andere Situationen, in der sich ausschließlich Frauen befinden, sind Schwangerschaft, Stillen und Wechseljahre (obwohl es Forscher gibt, die behaupten, Männer hätten auch Wechseljahre). Leider ist der Stand der Forschung sowohl dieser „Frauensituationen“ als auch der Frage, ob CBD die Ursachen bekämpft oder zumindest die Symptome verringert noch sehr in seinen Anfängen. Es kann jedoch gesagt werden, dass es erste Anzeichen dafür gibt, dass CBD zumindest den Stress, die Nervosität und Angst, also die psychologischen Symptome, die diese Krankheiten begleiten, verringern kann. Und auch bei den physiologischen Spezifika ist eine schmerzlindernde Wirkung von CBD bekannt.


Bei Männern wird die Vaterrolle immer wichtiger und damit auch der Elternstress. Auch manche körperliche Arbeit wird eher durch Männer als durch Frauen errichtet. Männer sind in Kampf- und Risikosportarten und in Sportarten mit direkter körperlicher Auseinandersetzung aktiver als Frauen und müssen im Profisport andere Ergebnisse erzielen als Frauen. Auch die Erwartungshaltung beim Sex ist hoch bei Männern (Stichwort Viagra). Im Alter kommen dann Prostatabeschwerden, hoher Blutdruck, Cholesterin und auch höhere Gefahr, einen Herzinfarkt zu bekommen (im Vergleich zu den Frauen) hinzu. Leider haben Männer im Vergleich zu Frauen immer noch einen ungesünderen Lebensstil, der Zigaretten, Alkohol und viel zu viel Kaffee beinhaltet. Wie sang schon Herbert Grönemayer: Männer sind so verletzlich - Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich.“ (Natürlich sind auch Frauen auf dieser Welt unersetzlich)

Und damit das so bleibt, muss auch der CBD-Konsum den geschlechtsspezifischen Problemen der Männer und Frauen angepasst werden.

Wie unterscheiden sich Männer und Frauen bei der Verwendung von CBD?

Eine Studie der renommierten Columbia-Universität zeigt, dass Frauen ein höheres Bewusstsein für Gefahren des Cannabis-Konsums haben. Hier muss, wie gesagt, erwähnt werden, dass grundsätzlich CBD-Konsum unbedenklich ist und die negativen Nebenwirkungen vom illegalen THC kommen. CBD hingegen ist 100 % legal und nicht psychoaktiv und hat fast ausschließlich positive Wirkung.

Wie eine weitere Studie zeigt, nutzen Frauen Cannabis allgemein und CBD insbesondere weniger als Männer, aber wenn sie es tun, neigen sie häufiger zu Missbrauch (auch hier bezieht sich der Missbrauch auf Produkte mit THC). Mit einer Ausnahme, wie eine Umfrage am Beispiel von Kanada zeigte: Männern tendieren dazu, Cannabis zu rauchen (und, somit in den meisten Fällen auch THC einzunehmen), während Frauen CBD auf andere Weise konsumieren, sei es durch CBD Öl, CBD Kapseln oder Spray.

Hier muss aber ein großes ABER eingeschoben werden: So zeigte ein akademischer Artikel, dass Ärzt*innen Cannabis im Allgemeinen und insbesondere CBD häufiger an Männer als an Frauen verschreiben. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf den Konsum.


Alle Fragen offen?

Brecht wird am Ende des Literarischen Quartetts mit dem Satz zitiert, der auch unser Fazit ist: „Wir stehen da und sind betroffen – der Vorhang zu und alle Fragen offen.“ Man kann grundsätzlich sagen, dass es sehr wohl Unterschiede sowohl beim CBD Konsum als auch bei der Wirkung auf das Geschlecht der Nutzer*innen gibt. Diese sind sowohl biologischer als auch psychologischer Natur und beruhen auch teils auf Sozialisierung (z. B. verschreiben Ärzt*innen weniger CBD an Frauen als an Männer). Spezifisch scheint es besonders bei Schlafproblemen, beim Sex und bei Schmerzlinderung deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern zu geben. Zusätzlich gibt es geschlechtsspezifische Probleme, wie z. B. PMS bei Frauen und erektile Dysfunktion bei Männern. Auch das Alter spielt natürlich eine große Rolle.

Es muss aber noch viel Forschung betrieben werden, um klare Antworten auf all die Fragen zu haben. Vor allem muss die Anzahl der weiblichen Probanden erhöht werden, damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Unterschieden der Geschlechter statistisch signifikant sind. Auch gibt es sehr viele Untergruppierungen (Altersgruppen, sozio-wirtschaftliche Hintergründe, Stadt vs. Land usw.), sodass es noch viel Arbeit zu tun gibt.

In kleiner Änderung des Zitats von George Bernard Shaw (da ging es um amerikanisches und britisches Englisch) kann man zusammenfassend sagen: Frauen und Männer sind zwei Geschlechter, getrennt durch gemeinsame Probleme. Und die Lösung dafür ist nicht immer, aber immer öfter - CBD.

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