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Was bedeutet 420?

05/11/2020 4 MIN. LESEZEIT Tim Dresemann
05/11/2020 4 MIN. LESEZEIT Tim Dresemann

Die Zahl 420 scheint auf geradezu mystische Weise mit Cannabis verknĂŒpft zu sein. Die Geschichte dahinter liest sich wie ein modernes MĂ€rchen – fĂŒr alle, die fĂŒr sowas keine Zeit haben, gibt’s hier knackige Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Warum heißt es 420?

UrsprĂŒnglich bezog sich die Zahl 420 auf die Uhrzeit, zu der sich eine Gruppe Jugendlicher in den 1970er-Jahren vor der Schule traf um nach einer verwilderten Cannabis-Plantage zu suchen, nĂ€mlich um 16:20 Uhr (amerikanische Schreibweise: 4:20). Als man auch nach mehreren AnlĂ€ufen nicht fĂŒndig wurde, etablierte sich die Zahl 420 zunĂ€chst an der San Rafael High-School in Kalifornien als allgemeines Codewort fĂŒr den Konsum von Cannabis. Danach verbreitete sich der Code dann in den gesamten Vereinigten Staaten und schließlich weltweit. Heute ist er auch jenseits der Cannabis-Kultur vielen ein Begriff.

Wann ist der 420 Day?

Der 420 Day ist der 20. April, denn in der amerikanischen Schreibweise fĂŒrs Datum kommt – im Gegensatz zur deutschen – zuerst der Monat und danach der Tag. Der Zahlencode 420 (gesprochen four twenty) lĂ€sst sich deshalb neben einer Uhrzeit auch einem Datum zuordnen: 4/20, also der 20.04.

Warum ist der 20. April der “Kiffertag”?

Der 20. April, oder 420 (bzw. 4/20), gilt also deshalb heute als Feiertag fĂŒr die Cannabis-Szene, weil dieser ursprĂŒnglich geheime Kiffer-Code sich auf so erstaunliche Weise verbreiten und festsetzen konnte – nicht zuletzt ĂŒbrigens ĂŒber die hierzulande eher unbekannte Band Grateful Dead. Und vielleicht auch einfach deshalb weil der Welt sowas wie ein Weltkiffertag vielleicht einfach gefehlt hat.

In Sachen Entstehungsgeschichte ist das aber höchstens die Spitze des Eisbergs. Wie genau es dazu kam, dass 16:20 Uhr zur gesellschaftlich akzeptierten Zeit fĂŒr Cannabiskonsum erkoren wurde, erfĂ€hrst du, wenn du weiterliest


420 – Eine Suche beginnt

San Rafael, Kalifornien, Herbst 1971 – nach dem Unterricht versammeln sich die fĂŒnf Mitglieder einer Gruppe namens „The Waldos“ vor der örtlichen High-School an einer Statue von Louis Pasteur. Ihre Mission: Eine Schatzsuche.

Von einem LeuchtturmwĂ€rter der US-KĂŒstenwache hatte einer der Waldos die passende Schatzkarte erhalten. Der Schatz: Eine aufgegebene Cannabis-Plantage. Ihm selbst, also dem LeuchtturmwĂ€rter, war die Kiste zu heiß geworden; immerhin war er Staatsbediensteter und 1971 nahm man es mit Cannabis selbst in Kalifornien nicht mehr ganz so locker. Da die Plantage aber bereits angelegt war und der verantwortungsbewusste LeuchtturmwĂ€rter nichts verkommen lassen wollte, zeichnete er die Karte.

So machten sich die Waldos in freudiger Erwartung nach der Schule auf, um den Schatz zu bergen. Doch sie gingen leer aus und so verabredeten sich die SchĂŒler voll Entschlossenheit fĂŒr den nĂ€chsten Tag. Und den nĂ€chsten. Und den nĂ€chsten
 – ohne Erfolg. Der ausbleibende Erfolg fĂŒhrte zu einem tĂ€glich wiederkehrenden Ritual. Zur Erinnerung: 1971 konnte man nicht per WhatsApp spontan Treffen einberufen. Es brauchte also einen festen Ort und eine feste Zeit. Der Ort war bereits gefunden: Die Statue von Louis Pasteur (ja, der mit der Milch). Die Zeit: zwanzig nach vier. Oder, wie man im englischen Sprachraum sagt: 4:20 – four twenty.

Ein Code macht Schule

Um sich also selbst unter den wachsamen Augen der Lehrer einander an die nachmittĂ€gliche Mission erinnern zu können, genĂŒgte es, sich auf dem Flur zunĂ€chst ein verstohlenes „4:20 Louis!“ zuzuraunen, das dann, vermutlich aus zeitökonomischen GrĂŒnden, zu „420!“ verkĂŒrzt wurde.

Nach zahlreichen gescheiterten Versuchen und dem Ende der Cannabis-Saison mussten die Waldos sich der traurigen Wahrheit stellen: Sie wĂŒrden die Plantage nicht finden. „420“ jedoch stand mittlerweile nicht mehr nur fĂŒr die Schatzsuche, sondern war zu einem Geheimcode fĂŒr das Konsumieren von Cannabis geworden. Jedenfalls fĂŒr die Waldos.

Eine Zahl auf Tournee

Einer der Waldos, Dave Reddix, tourte kurze Zeit spĂ€ter als Roadie mit der Band „The Grateful Dead“, dessen Bekanntheitsgrad zu dieser Zeit vor allem in der Drogen- und Cannabisaffinen Subkultur seinen vorlĂ€ufigen Höhepunkt erreicht hatte, quer durch die USA. Reddix, so die ErzĂ€hlung, setzte sich erfolgreich damit durch, 4:20 als gesellschaftlich akzeptable Zeit zu etablieren, um Cannabis zu konsumieren. Nachmittags wohlgemerkt. „Kein Bier vor vier“ fĂŒr Cannabis sozusagen.

Die Grateful Dead sind jedoch nicht nur fĂŒr ihre meisterhaften Improvisationen bekannt, mit denen sie aus einem 3-Minuten Song locker eine 30-minĂŒtige musikalische Reise werden lassen. Sie hatten (und haben) auch eine extrem große, treue und engagierte Gefolgschaft, deren Mitglieder sogar mit einem eigenen Begriff bezeichnet werden: „Deadheads“. Passenderweise sind die UrsprĂŒnge der Deadheads ebenfalls in San Rafael zu verorten.

Das VermÀchtnis des LeuchtturmwÀrters

So konnte der einstige Geheimcode, als Slang-Wort entlang der schier endlosen Tournee-Meilen der Band zunĂ€chst unter Deadheads, Fuß fassen und ist mittlerweile auch aus dem internationalen (Cannabis-)Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. In englischer Datumsschreibweise bezeichnet “4/20” außerdem den 20. April - so ist aus der Suche von 5 Teenagern nach einer Cannabis-Plantage ein international etablierter “offizieller” Cannabis-Feiertag geworden, der mittlerweile nicht nur auf dem nordamerikanischen Kontinent, je nach aktueller Gesetzeslage mal mehr und mal weniger offen, zelebriert wird.

Auch wenn also das ursprĂŒngliche VermĂ€chtnis des LeuchtturmwĂ€rters nie gefunden wurde – der internationalen Cannabiskultur hat er durch das Zeichnen seiner Karte einen ungleich grĂ¶ĂŸeren, die Zeiten ĂŒberdauernden Schatz hinterlassen: 420!

In diesem Sinne: Happy 420! đŸ„ł

Ps: Auch wenn sich diese Geschichte teilweise liest, wie ein modernes stĂ€dtisches MĂ€rchen – weite Teile davon konnten mittlerweile historisch belegt werden. Gleich mehrere Artikel des "San Francisco Chronicle” widmen sich der Story, siehe z.B. hier oder hier.

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