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#CBD

CBD-Öl für Hunde: Was ist sinnvoll?

04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

Beim Menschen könnte CBD nicht nur schmerzlindernd oder entzündungshemmend wirken, sondern sich laut Studien unter anderem bei einigen schweren Formen von Epilepsie als wirksam erweisen.

Da Hunde bekanntlich die besseren Menschen sind, sollten wir ihnen die Wirkung des Cannabinoids also erst recht nicht vorenthalten – oder?

Ob das tatsächlich eine gute Idee ist oder du es lieber lassen solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Warum die Unterscheidung zwischen CBD und THC so wichtig ist

Vorweg sollte klar sein, dass Hunde in keinem Fall mit höheren Dosen an THC in Kontakt kommen dürfen, da dies zu Vergiftungen führen kann. Also gilt: Auf keinen Fall im selben Raum einen Joint rauchen oder hochkonzentrierte Cannabis-Butter herumliegen lassen (tendenziell eh immer eine schlechtere Idee).

Aber: Zum Glück kann man hier eine klare Grenze ziehen. Denn wer Cannabis sagt, muss nicht unbedingt auch THC sagen: Dank kontrolliertem Nutzhanfanbau sind in der EU nur Hanfsorten mit einem äußerst geringen THC-Anteil von maximal 0,2 Prozent zugelassen. Tatsächlich gibt es bereits erste Studien mit CBD-Öl an Hunden, bei Osteoarthritis oder Epilepsie etwa. Und das sind nicht die einzigen Anwendungen, bei denen CBD für unsere geliebten Vierbeiner relevant sein könnte.

Die Basics: Wie könnte CBD bei Hunden wirken?

Nicht nur wir Menschen, sondern auch nahezu alle Tiere besitzen von Natur aus ein Endocannabinoidsystem – vom Primaten über den Hund bis hin zum Nesseltier.

Das nahezu universelle Vorhandensein und evolutionär frühe Auftreten des Endocannabinoidsystems gilt laut Forschern zum einen als starker Indikator für seine hohe biologische Bedeutung. Zum anderen bedeutet es aber auch, dass Hunde über Cannabinoid-Rezeptoren verfügen. Zumindest in der Theorie könnte CBD bei Hunden also schon einmal wirken. Nur wogegen eigentlich, fragst du dich?

Mögliche Anwendungsbereiche von CBD Öl für Hunde

Laut ersten Anwendungsberichten von Hundehaltern sowie Studien könnte CBD für Hunde in folgenden Fällen interessant sein:

  • Linderung von Schmerzen
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Linderung von Angstzuständen
  • Gegen Schlafprobleme
  • Bei Osteoarthritis
  • Bei Epilepsie (der häufigsten neuropathischen Erkrankung bei Hunden).

Befragungen bei Hundebesitzern zu CBD für Hunde

In einem wissenschaftlichen Bericht wurden 2018 die Ergebnisse einer USA-weiten Befragung von knapp 1.000 Hundehaltern veröffentlicht. 80 Prozent der Befragten hatten schon einmal ein Hanfprodukt für ihren Hund erworben.

Als häufigsten Verwendungsgrund für Cannabisprodukte bei Hunden nannten die Befragten Schmerzlinderung (60,2 Prozent). Danach folgte die Reduzierung von Entzündungen (d.h. Rötung, Hitze oder Schwellung um den verletzten Bereich) mit 48,7 Prozent sowie die Linderung von Angstzuständen mit 47,1 Prozent. Bei jedem zehnten Hund wurden die Produkte gegen Schlafprobleme angewendet.

Die Hundehalter gaben an, dass Cannabisprodukte für alle genannten Beschwerden entweder wirksamer oder zumindest genauso wirkungsvoll waren wie konventionelle verschreibungspflichtige Medikamente. Weniger als 5 Prozent der Halter berichten von signifikanten Nebenwirkungen, während der Großteil der Befragten keine nachteiligen Effekte beobachtete. Die insgesamt am häufigsten genannte Nebenwirkung lautete Sedierung beziehungsweise Müdigkeit, doch selbst selbst diese wurde nur von 3,9 Prozent der Befragten genannt.

Obwohl ein Placebo-Effekt nicht auszuschließen ist, zeigen die Ergebnisse, dass der überwiegende Anteil der Halter davon überzeugt war, Hanfprodukte könnten ihren Hunden bei zahlreichen Beschwerden unter minimalen Nebenwirkungen helfen. Dennoch sind die Ergebnisse der Befragung mit Vorsicht zu genießen, solange keine großangelegten Studien zur Wirkung von CBD auf Hunde vorliegen.

Studie zu CBD für Hunde mit Osteoarthritis

2018 untersuchten Forscher die Verwendung von CBD an 16 Hunden mit Osteoarthritis. Durch CBD Öl konnte hier eine signifikante Abnahme der Schmerzen und eine Zunahme der Aktivität beobachtet werden. Auch die tierärztliche Beurteilung zeigte eine Abnahme der Schmerzen. Für die Gabe von CBD bei Hunden empfahlen die Wissenschaftler eine Dosierung von zweimal täglich 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Hund von 20 Kilo wären das zweimal am Tag 40 Milligramm CBD.

Während die Besitzer keinerlei Nebenwirkungen beobachten konnten, zeigte sich bei den Blutwerten jedoch ein Anstieg der alkalischen Phosphatase. Der Wert gibt unter anderem Hinweise auf die Funktion von Leber und Galle. Laut den Machern der Studien könne es bei der Gabe von industriellen Hanfprodukten an Hunde daher ratsam sein, die Leberenzymwerte (insbesondere den AP-Wert) zu überwachen, bis kontrollierte Langzeitstudien veröffentlicht sind.

Studie zur Anwendung von CBD bei Hunden mit Epilepsie

Weltweit leiden bis zu 5,6 Prozent der Hunde an Epilepsie. Während verschreibungspflichtige Medikamente teilweise schwere Nebenwirkungen verursachen, können sie bei 20 bis 30 Prozent der Hunde nur die Schwere, Häufigkeit und Dauer der Krampfanfälle vermindern, sie aber nicht gänzlich verhindern. Eine 2019 veröffentlichte Pilotstudie der Colorado State University erforschte daher die Anwendung von CBD bei Hunden mit Epilepsie.

Zwei Hunde, die mit CBD behandelt wurden, mussten die Studie wegen Ataxie, einer Störung der Bewegungsabläufe, abbrechen. Von den übrigen 16 Hunden wurden neun mit CBD Öl behandelt, während die restlichen sieben ein Placebo erhielten. Beiden Gruppen wurde parallel auch ein Medikament zur Behandlung von Epilepsie verabreicht.

Der Anteil der Hunde, die überhaupt auf die Behandlung ansprachen (d.h. deren Anfälle sich um mindestens 50 Prozent verringerten), war in beiden Gruppen gleich hoch. Allerdings wies die CBD-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe einen signifikant stärkeren Rückgang der Anfallshäufigkeit auf. Als Nebenwirkung des CBD wurde ebenfalls ein signifikanter Anstieg des AP-Werts festgestellt.

CBD Öl für Hunde: Fazit

Neben Befragungen, die auf positive Wirkungen von CBD bei Hunden hindeuten, wurden bereits erste Untersuchungen an kleineren Versuchsgruppen durchgeführt. Dennoch steckt die Forschung hier noch in den Kinderschuhen.

Als Nebenwirkung muss in jedem Fall der Anstieg des AP-Werts im Auge behalten werden. Bedenken sollte man außerdem, dass CBD beim Menschen, besonders in höheren Dosen, beispielsweise zu einem trockenen Mund, einem niedrigen Blutdruck oder Schläfrigkeit führen kann. Während unklar ist, ob das für Hunde genauso gilt, bleiben mögliche Nebenwirkungen wie diese zu beobachten, da die Vierbeiner sich uns natürlich nur indirekt mitteilen können.

Fest steht, dass du CBD bei deinem Hund nicht auf eigene Gefahr anwenden solltest. Dafür ist die Studienlage in diesem Bereich schlicht noch zu dünn. Falls dein Hund allerdings unter Beschwerden leidet, könnte eine potentielle Behandlung mit CBD ein Gespräch mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt wert sein.

Aus rein praktischer Sicht hat sich CBD Öl bei Hunden als gute Darreichungsform erwiesen. Im potentiellen Fall einer Anwendung solltest du dabei unbedingt sichergehen, dass das CBD Öl so wenig THC wie möglich enthält und das Produkt von einem vertrauenswürdigen CBD-Händler stammt.

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