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#CBD 101

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von CBD: Das solltest du wissen

16/02/2021 7 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
16/02/2021 7 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

Zuletzt aktualisiert am: 02.08.2021

Bei wem kann CBD Öl Nebenwirkungen hervorrufen? Macht CBD müde? Gibt es so etwas wie eine CBD Öl Überdosis? Und welche Wechselwirkung von CBD mit Medikamenten ist bekannt? All diese Fragen wollen wir klären, doch bevor es losgeht, müssen wir eine Sache klarstellen:

Wir haben uns intensiv mit dem Thema Wechsel- und Nebenwirkungen von CBD Öl auseinandergesetzt. Trotzdem: Wir sind keine Ärzte! Und selbst wenn: Wir sind nicht dein Arzt!

Auch wenn wir bei der Recherche stets gewissenhaft und mit äußerster Vorsicht vorgehen: Dieser Artikel kann allenfalls als Sammlung allgemein bekannter Informationen gelten. Und natürlich versuchen wir dabei immer, den neuesten Stand der Forschung wiederzugeben.

Trotzdem: Wenn du CBD beziehungsweise CBD Öl kaufen willst und ernsthafte Bedenken hast (zum Beispiel in Bezug auf die Wechselwirkung von CBD mit Medikamenten, weil du dauerhaft welche einnimmst und dir bezüglich einer möglichen Interaktion unsicher bist) – kläre das bitte in jedem Fall vorher mit deinem behandelnden Arzt!


CBD gilt als “unbedenklich” (sind CBD-Produkte schädlich?)

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein natürlich vorkommendes Molekül, das aus der Cannabispflanze (Cannabis sativa L.), im Volksmund schlicht Hanf genannt, gewonnen wird und sich in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Fangemeinde sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern erfreut. Dem Naturstoff werden alle möglichen positiven Eigenschaften von Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bis zur Konzentrations- und Einschlafhilfe zugeschrieben.

Doch ist ein Mittel, das so viel können soll, auch sicher? Eine der ersten Fragen von Erstanwendern ist häufig, ob CBD Öl Nebenwirkungen haben kann und welche das sein können. Kann es zu einer Wechselwirkung von CBD mit Medikamenten oder anderen Substanzen kommen? Und wie sieht es mit der Einnahme von CBD während der Schwangerschaft und Stillzeit aus?

Oft wird angenommen, dass „natürlich“ automatisch auch „sicher“ bedeutet. Das ist jedoch ein weitverbreiteter Irrtum, denn nur, weil etwas aus der Natur genommen wird, heißt das nicht, dass es nicht auch schädlich sein kann. Selbst zu viel Wasser kann für unseren Körper gefährlich werden. Wir müssen also etwas genauer hinschauen.

Ein wichtiger Punkt jedoch vorab: Im November 2017 sichteten Experten der Weltgesundheitsorganisation die bisherigen Studienergebnisse zur Verträglichkeit von CBD und kamen zu den folgenden Schlüssen:

  • CBD ist nicht bewusstseinsverändernd. (Es macht dich also nicht high!)
  • CBD wird von Menschen und Tieren gut vertragen.
  • CBD stellt keinerlei Gefährdung der Volksgesundheit dar.
  • CBD provoziert keine mentale oder körperliche Abhängigkeit.

Aufgrund dieser Erkenntnisse, hat die Weltgesundheitsorganisation CBD offiziell als „unbedenklich“ eingestuft.

Dennoch können bei der Einnahme von CBD-Produkten – besonders in sehr hohen Dosen beziehungsweise bei einer CBD Öl Überdosis – auch unerwünschte Effekte auftreten (lies hier, wie du CBD richtig dosierst). Bisher gibt es allerdings erst wenige Langzeitstudien, die sich mit der Frage beschäftigen, ob CBD Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen hervorrufen kann. Die Liste der bisher erforschten Nebenwirkungen ist daher vergleichsweise kurz.

CBD NEBENWIRKUNGEN: DIESE NEBENWIRKUNGEN KÖNNEN BEI CBD AUFTRETEN

Trotz fehlender Langzeitstudien gibt es einige mögliche Nebenwirkungen, von denen im Zusammenhang mit CBD berichtet wird. Diese haben allerdings oft mit der Darreichungsform (Öl, Kapseln etc.) oder auch dem Zeitpunkt der Einnahme zu tun. Im Folgenden haben wir uns die derzeit bekannten Nebeneffekte näher angeschaut:

Müdigkeit

Macht CBD müde? Tatsächlich werden Hanfextrakte oft gegen Schlaflosigkeit und Schlafprobleme eingesetzt, die schlafunterstützende Wirkung von CBD ist allerdings noch immer umstritten. Wenn du spürst, dass CBD dich müde macht, verringere entweder die Dosis oder nimm es nur am Abend ein.

Schlaflosigkeit

Paradoxerweise gehört zu den möglichen Nebenwirkungen von CBD Öl nicht nur Müdigkeit, sondern auch das genaue Gegenteil. Auch wenn dies sehr selten ist, kann bei einigen Menschen Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innere Unruhe beobachtet werden.

Senkung des Blutdrucks

Wie bereits erwähnt, wirkt CBD Studien zufolge blutdrucksenkend, der Effekt vergeht jedoch in der Regel bereits nach nur wenigen Minuten. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du bereits blutdrucksenkende Medikamente einnimmst. Dann ist von der Einnahme ohne vorherige Absprache mit deinem behandelnden Arzt oder Ärztin dringend abzuraten.

Benommenheit und Schwindelgefühl

Der blutdrucksenkende Effekt von Cannabidiol kann ein Schwindelgefühl auslösen. Diese Nebenwirkung ist jedoch nicht sehr häufig und kann durch ausreichende Flüssigkeitsaufnahme weitgehend vermieden werden. Wenn du die Wirkung von CBD auf deinen Körper noch nicht kennst, sei vorsichtig beim ersten Mal, vermeide eine CBD Öl Überdosis – also eine Dosis, die deine Idealdosis weit übersteigt – und stehe nicht zu schnell auf.

Trockener Mund

Dass CBD Öl Nebenwirkungen wie einen trockenen Mund oder spröde Lippen haben kann, ist der Hemmung der Speichelsekretion verschuldet. Das Problem ist allerdings leicht mit ausreichend Wasser gelöst. Wer das Gefühl nicht mag, der kann versuchen, CBD-Kapseln anstatt CBD Öl einzunehmen.

Appetitlosigkeit

Dieser Effekt kann sowohl erwünscht als auch unerwünscht sein. Bei einigen Menschen kann CBD als Appetitzügler eingesetzt werden und so bei Übergewicht helfen. Wer dies nicht möchte, für den ist das natürlich eine Nebenwirkung. Besonders schwerkranke Menschen, die abgemagert sind oder bereits an Appetitlosigkeit leiden, sollten vorsichtshalber auf Cannabidiol verzichten, da der mögliche appetithemmende Effekt einen unerwünschten Gewichtsverlust begünstigen kann. Die Appetitlosigkeit vergeht allerdings einige Stunden nach der Einnahme von CBD wieder.

Durchfall

Durchfall ist eine der am häufigsten berichteten CBD Nebenwirkungen, bisher ist aber nicht klar, was genau die Ursache dafür ist. Durchfall ist lediglich eine Standardreaktion des Körpers, wenn ihm ein bisher unbekanntes Nahrungsmittel, an das er nicht gewöhnt ist, zugeführt wird. Unter Umständen kann dies auch auf das verwendete Trägeröl zurückzuführen sein. Durchfall tritt für gewöhnlich bei Nutzern auf, die CBD für lange Zeit und in hohen Dosen zu sich nehmen.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen auf CBD sind selten, können aber auftreten. Bekannt ist bisher, dass man durchaus auf Marihuana allergisch reagieren kann. Eine Studie aus dem Jahr 2018 hat gezeigt, dass bei Menschen mit Allergien gegen Katzen, Schimmel, Hausstaubmilben und Pollen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Cannabisallergie vorliegt. Es gibt außerdem Leute, die allergisch auf einzelne Terpene aus der Hanfpflanze reagieren können. Wenn du weißt, dass du zu Allergien neigst, sei deshalb vorsichtig mit Vollspektrum CBD-Produkten.

Erhöhter Augeninnendruck

Eine aktuelle Studie an Mäusen legt den Verdacht nahe, dass CBD den Augeninnendruck erhöhen kann. Allerdings bedarf es noch weiterer Studien für eine klare Antwort. Wer bereits an erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) leidet, sollte entweder die Finger von CBD lassen oder sich zumindest von einem Arzt oder einer Ärztin beraten lassen.

ERHÖHTES RISIKO FÜR CBD NEBENWIRKUNGEN: WER SOLLTE CBD VERMEIDEN UND WARUM?

Auch wenn CBD generell als sehr sicher gilt und die möglichen Nebenwirkungen sehr überschaubar sind, gibt es dennoch eine ganze Menge unbeantworteter Fragen. Die folgenden Gruppen sollten CBD daher lieber vermeiden:

Schwangere und stillende Frauen

Noch herrscht große Uneinigkeit darüber, ob CBD während der Schwangerschaft sicher ist. Da CBD Öl Nebenwirkungen haben kann, die sich möglicherweise nicht nur auf die Mutter, sondern auch auf das Baby auswirken können, würden wir dir in diesem Fall definitiv davon abraten, CBD zu dir zu nehmen!

Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass sich synthetisch hergestelltes CBD womöglich negativ auf die Wehenbildung auswirkt. Eine andere Studie aus dem Jahr 2019 legt den Verdacht nahe, dass CBD und THC Probleme mit dem Wachstum bei sich entwickelnden Embryos verursachen könnten. Zudem haben Untersuchungen ergeben, dass CBD bestimmte Proteine beeinflusst, was wiederum die normale Entwicklung der Plazenta stören könnte.

Menschen mit Lebererkrankungen

Bei Tieren kann eine CBD Öl Überdosis womöglich der Leber schaden. So stellten Forscher in einer Studie an Mäusen fest, dass es bei Mäusen, die sehr hohe Dosierungen von CBD erhielten, innerhalb von 24 Stunden zu einem Leberschaden kam, der bei vielen Tieren tödlich endete.

Auch wenn Experten darauf hinweisen, dass es bei Menschen wohl keinen Grund zur Sorge gibt, da kaum jemand solche hohen Dosen einnimmt, warnt auch die Packungsbeilage des CBD-Medikaments Epidiolex bei langfristiger Einnahme vor potenziellen Leberschäden. Solltest du also eine geschädigte Leber haben oder Medikamente einnehmen, die deine Leberfunktion beeinflussen könnten, sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, bevor du CBD probierst.

KANN EINE WECHSELWIRKUNG VON CBD MIT MEDIKAMENTEN HERVORGERUFEN WERDEN?

CBD kann die Aktivität von verschiedenen Enzymen im Körper beeinflussen, von denen einige auch bei der Metabolisierung verschiedener Medikamente eine Rolle spielen. Das kann dazu führen, dass Medikamente anders wirken als beabsichtigt. Bei den folgenden Medikamenten ist eine mögliche Wechselwirkung bereits bekannt:

  • den Säurehemmern Pantoprazol und Omeprazol
  • den Gerinnungshemmern Marcumar und Warfarin
  • dem Schmerzmittel Diclofenac
  • den Neuroleptika Risperidon, Haloperidol und Clobazam

Aber auch bei anderen Medikamenten, die durch die Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 verstoffwechselt werden, sind Wechselwirkungen möglich. Dazu zählen zum Beispiel Calciumantagonisten und Betablocker, die bei Bluthochdruck oder Herzkrankheiten eingesetzt werden, Antihistaminika, antiretrovirale Medikamente, Immunsuppressiva, trizyklische Antidepressiva und einzelne Statine zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Nimmst du eines oder mehrere dieser Arzneimittel? Um eine Wechselwirkung von CBD mit Medikamenten zu vermeiden, solltest du die Einnahme erst mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen.

CBD NEBENWIRKUNGEN OFT WEGEN MINDERWERTIGER PRODUKTE

Grundsätzlich gilt CBD als sehr gut verträglich, und Nebenwirkungen sind selten. Das Risiko erhöht sich allerdings bei der Anwendung von qualitativ minderwertigen CBD-Produkten. Viele im Handel erhältliche Produkte sind mit Chemikalien belastet oder enthalten nicht die auf der Verpackung versprochenen Mengen an CBD.

Dich macht CBD müde oder benebelt? Dann schau erstmal auf die Inhaltsstoffe des Produkts. Nicht zuletzt besteht bei unseriösen Händlern nämlich auch die Gefahr, dass das Produkt zu viel verbotenes THC enthält.

Um also unnötige Risiken und unangenehme Situationen zu vermeiden, solltest du darauf achten, nur Produkte mit geprüfter Qualität zu verwenden. Außerdem empfiehlt es sich, CBD nur vom Händler deines Vertrauens zu beziehen. CBD Produkte kaufen bei VAAY ist sicher und geht einfach.

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