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#CBD

CBD bei ADHS: Was sagt die Wissenschaft?

04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

Direkt zum Wesentlichen springen!

Disclaimer: Du fragst dich, ob CBD Öl oder CBD bei ADHS helfen kann? Vorweg müssen wir klären, ob du wirklich explizit nach CBD Öl gesucht hast oder CBD im Allgemeinen. In Deutschland ist CBD Öl nämlich nur als Kosmetikum zugelassen und bei uns (VAAY) als Mundhygiene-Produkt in den On- und Offline-Regalen verfügbar. In anderen Ländern oder Regionen wie beispielsweise UK oder US ist CBD Öl als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. In Deutschland darf es aber nicht geschluckt werden (obwohl dies sehr wahrscheinlich keine gesundheitlichen Folgen hätte). Viele andere CBD-Shops werfen die Begriffe gerne durcheinander. Daher kommt es oft zu Verwechselungen und Irritationen. Wir sprechen hier aber im Allgemeinen von CBD.

Das Piepen an der Kasse, die Geräusche von der Straße oder auch nur eine Berührung – Menschen mit ADHS sind deutlich offener für Reize. Hinter der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts­störung steckt also mehr als das bloße Abgelenktsein, das gerne mal als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet wird.

Als gängige und bewährte Therapie gilt Ritalin, welches Betroffenen und ihrem Umfeld den Umgang mit ADHS deutlich erleichtern kann. Mit der wachsenden Beliebtheit von Cannabidiol wird jedoch mitunter auch CBD bei ADHS als Behandlungsoption ins Gespräch gebracht.

Was es damit auf sich hat? Wir haben es uns genauer angeschaut.

Was ist ADHS? Die Symptome

ADHS ist eine häufige und vererbbare neuropsychiatrische Erkrankung. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen von ADHS betroffen sind. Bei etwa 60 Prozent davon bleiben wesentliche Symptome des ADHS bis ins Erwachsenenalter bestehen. Umgekehrt wird ADHS teilweise aber auch gar nicht erkannt oder erst im Erwachsenenalter diagnostiziert.

Die Offenheit für Reize kann bei Menschen mit ADHS schnell zu einer Reizüberflutung führen. Sie legen ein impulsives und unruhiges Verhalten an den Tag und wirken mitunter zerstreut und vergesslich – Symptome, unter denen nicht zuletzt der Selbstwert leiden kann.

Scheinbar widersprüchlich können Betroffene von ADHS in manchen Situationen einen Hyperfokus entwickeln, bei dem sie den Großteil aller anderen Reize ausblenden. Für Gebiete, die sie interessieren, können sie somit eine große Energie aufbringen.

Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ADHS bei Betroffenen und in deren Umfeld einen hohen Leidensdruck und eine Überforderung mit alltäglichen Situationen auslösen kann. Daher sollte es in jedem Fall ärztlich behandelt werden, zumal Erwachsene mit ADHS verstärkt unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen leiden.

Wie sieht die klassische Therapie bei ADHS aus?

Der Ansatz zur Behandlung von ADHS stützt sich in der Regel auf mehrere Säulen: Während eine Verhaltenstherapie helfen kann, mit der Erkrankung umzugehen, kommt ergänzend oft eine medikamentöse Behandlung zum Einsatz.

Wenn sich damit nicht gerade gestresste Studenten durch Nächte in der Bibliothek putschen, gilt Ritalin hier als Mittel der Wahl. In den meisten Fällen führt dessen Hauptwirkstoff Methylphenidat dann auch zur gewünschten beruhigenden Wirkung. Als Nebenwirkung kann Ritalin etwa bei Kindern und Jugendlichen zu Schlafproblemen führen.

Die Studienlage zu CBD bei ADHS

Die derzeit einzige randomisierte kontrollierte Studie zu Cannabinoiden und ADHS beschäftigt sich mit Sativex – dabei handelt es sich um ein Mundspray, das neben CBD auch das psychoaktive THC enthält.

Bei der Versuchsgruppe konnten die Forscher im Vergleich zum Placebo eine leichte Verbesserung der Hyperaktivität und Impulsivität sowie einen Trend zur verbesserten Aufmerksamkeit durch CBD feststellen. Allerdings waren die Verbesserungen zu gering, um als signifikant zu gelten. Auch die Frage, welchen Anteil CBD und THC an der minimalen Verbesserung haben könnten, bleibt offen.

Die Macher der Studie betonen die Notwendigkeit weiterer Studien zur möglichen Rolle des Endocannabinoidsystems bei ADHS.

Was könnte dennoch für CBD bei ADHS sprechen?

Ganz allgemein wird CBD eine entspannende und beruhigende Wirkung nachgesagt. Ein Effekt, den einige Erfahrungsberichte von Anwendern mit ADHS bestätigen.

Wer es – trotz mangelnder Beweise – also dennoch probieren möchte: Mögliche Nebenwirkungen von CBD sind meist gering, weshalb die Anwendung von etwa CBD Öl bei ADHS einen Versuch wert sein könnte.

Womöglich könnte CBD bei ADHS auch eingesetzt werden, um dank seiner potentiell schlaffördernden Eigenschaften Schlafprobleme in Folge der Einnahme von Ritalin abzumildern. Falls du Medikamente gegen die Symptome des ADHS nimmst, solltest du CBD nur nach ärztlicher Absprache zu dir nehmen.

Darf CBD Öl bei Kindern angewandt werden?

Mitunter fragen sich Eltern, ob CBD Öl bei Kindern gegen ADHS verwendet werden darf. Bisher wird CBD bei Kindern vor allem gegen Epilepsie eingesetzt. Dabei kam die Analyse einer Reihe klinischer Studien zu dem Schluss, dass die Wirkung von CBD bei Kindern zwar noch nicht abschließend erforscht ist, aber eine vorsichtige Empfehlung für dessen Einsatz ausgesprochen werden kann.

Eine gesicherte Empfehlung für CBD Öl bei Kindern gegen ADHS können wir also nicht aussprechen. Falls eine Einnahme von CBD in Betracht gezogen wird, sollte das in jedem Fall ärztlich abgesprochen werden.

CBD bei ADHS? Wissenschaftliche Belege fehlen

  • Nach Schätzungen leiden in Deutschland etwa 5 % der Kinder und Jugendlichen unter ADHS.
  • Wesentliche ADHS-Symptome bleiben oft auch im Erwachsenenalter bestehen.
  • Eine Verhaltenstherapie in Kombination mit Ritalin gilt als bewährte Behandlung.
  • Einige Erfahrungsberichte legen eine Wirksamkeit von CBD bei ADHS nahe.
  • Für eine potentielle Wirkung von CBD bei ADHS gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise.
  • Falls du CBD trotzdem ausprobieren möchtest, solltest du dies ärztlich abklären lassen.
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