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#CBD

Krampflösende Eigenschaften? CBD bei Epilepsie

04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
04/08/2021 4 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

Circa fünf Prozent der Menschen erleiden einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Dieser kann zum Beispiel bei Fieber oder bei Alkoholentzug auftreten, kommt nach Abklingen der auslösenden Krankheit aber nicht wieder vor.

In Abgrenzung zu diesen sogenannten „Gelegenheitsanfällen” steht die Epilepsie, bei welcher es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Man geht davon aus, dass in Deutschland 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.

Rund ein Drittel der Patienten sind von sogenannter therapieresistenter, auch pharmakoresistent genannter Epilepsie betroffen, leiden also trotz Medikamenten immer wieder unter Anfällen. Vor dem Hintergrund gesundheitlicher und psychosozialer Folgen ist der Bedarf nach einer alternativen Therapie groß. Mitunter wird CBD hier von einigen hoch gehandelt.

Allerdings wären zu einer potenziellen Behandlung von Epilepsie Dosierungen nötig, die die handelsüblichen Empfehlungen um ein Vielfaches überschreiten. Ohne ärztlichen Rat sollte CBD bei Epilepsie daher auf keinen Fall angewendet werden. Wir haben uns angeschaut, welche Hinweise es überhaupt auf eine mögliche Wirkung gibt.

Was ist Epilepsie?

Bei Epilepsie handelt es sich um eine kurzzeitige Funktionsstörung des Gehirns. Während eines Anfalls kommt es zu einer synchronen elektrischen Entladung der Nervenzellen.

Die Häufigkeit und Ausprägung unterscheiden sich mitunter stark: Die „eine“ Epilepsie gibt es also nicht.

Die Symptome können von leichtem Kribbeln oder Zucken über kurzzeitige Bewusstseinspausen, den sogenannten Absencen, bis hin zu unkontrollierten Krampfanfällen reichen, die den gesamten Körper betreffen und mit einer Bewusstlosigkeit einhergehen.

Wer ist von Epilepsie betroffen und was sind die Folgen?

Grundsätzlich kann eine Epilepsie in jedem Lebensalter zum ersten Mal auftreten. Besonders häufig sind Neuerkrankungen allerdings bei Kindern oder bei älteren Menschen.

Je nach Schwere kann, aber muss sie nicht gravierende Einflüsse auf das Leben der Betroffenen haben. Einschränkungen können sich nicht nur in gesundheitlicher, sondern auch in psychosozialer Hinsicht äußern.

So dürfen Betroffene unter anderem nicht unbeaufsichtigt schwimmen gehen, nur unter Einschränkungen und bei nachgewiesener Anfallsfreiheit Auto fahren und nur sehr begrenzt Alkohol trinken. Zudem werden Epileptiker aufgrund ihrer Anfälle häufig immer noch stigmatisiert.

Ein Problem stellen neben den therapieresistenten Fällen auch die möglichen Nebenwirkungen dar, die Antiepileptika verursachen können.

Insbesondere bei Kindern ist der Bedarf nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten groß. Denn leidet ein Kind unter einer schweren, therapieresistenten Epilepsie, kann das unter Umständen schwere kognitive, verhaltensbedingte und motorische Verzögerungen zur Folge haben.

Die Geschichte von Cannabis bei Epilepsie & „WEED”

Schenkt man einer Studie Glauben, soll schon vor 4.000 Jahren Cannabis gegen Epilepsie verwendet worden sein. Demnach habe man es bereits im ehemaligen Mesopotamien gegen die Krankheit eingesetzt, die damals als „Hand des Geistes“ beschrieben wurde.

Im Hier und Heute sorgte 2013 der Fall von Charlotte Figi durch die CNN-Dokumentation „WEED“ für Aufsehen: Das Mädchen erlitt bis zu 50 Anfälle pro Tag und sprach nicht auf Medikamente an. Dank Cannabidiol konnte die Anzahl der Anfälle auf 2 bis 3 pro Monat verringert werden.

Tatsächlich wurde die verbreitete Hanfsorte „Charlotte’s Web“ nach ihr benannt: Diese enthält überdurchschnittlich viel CBD und wenig THC.

Doch handelte es sich bei dem Erfolg nur um einen glücklichen Einzelfall oder gibt es wissenschaftlich gesicherte Hinweise auf eine Wirksamkeit von CBD bei Epilepsie?

Die Anwendung von CBD aus Cannabis bei Epilepsie

Bei Patienten mit Epilepsie konnte vor und nach einem Anfall mitunter ein erhöhter Grad an Neuroinflammation, also entzündlichen Prozessen im Nervengewebe, festgestellt werden. Gleichzeitig gibt es Anhaltspunkte, dass CBD durch seine Eigenschaften als Cannabinoid einen Ansatz zur Behandlung von Krankheiten mit Neuroinflammation bieten könnte.

Die wissenschaftlich aussagekräftigen Untersuchungen zum Thema behandeln überwiegend das Dravet-Syndrom sowie das Lennox-Gastaut-Syndrom. Dabei handelt es sich um zwei Formen schwer behandelbarer Epilepsie, die bereits im Kindesalter auftreten.

So untersuchte eine placebo-kontrollierte Doppelblindstudie einen Monat lang die Wirkung von Cannabidiol an 120 Kindern und jungen Erwachsenen, die unter einem Dravet-Syndrom mit therapieresistenten Anfällen litten.

Bei jenen die zusätzlich zu ihren Medikamenten CBD einnahmen, konnte der Mittelwert der Anfälle pro Monat von 12,4 auf 5,9 gesenkt werden, während der Effekt bei der Kombination von Placebo und Medikament deutlich geringer ausfiel. Fünf Prozent der Patienten in der CBD Gruppe erreichten sogar eine Anfallsfreiheit, während in der Kontrollgruppe bei keinem der Patienten Anfallsfreiheit beobachtet wurde.

In einer anderen Studie untersuchten Forscher 171 Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom. Auch hier nahmen die Probanden begleitend zum CBD Antiepileptika, reduzierten die Dosis jedoch im Vergleich zu vor der Untersuchung um die Hälfte. Im Mittelwert konnte durch das Cannabidiol innerhalb von vier Wochen ein Rückgang der Anfälle um 44 Prozent beobachtet werden.

Allerdings wurden den Teilnehmern in beiden Studien jeweils 20 Milligramm CBD pro Kilo Körpergewicht und Tag verabreicht. Mit handelsüblichen Dosierungen sind vergleichbare Effekte schlicht nicht zu erreichen, weshalb wir von der eigenständigen Anwendung von CBD bei Epilepsie dringend abraten. Zu erwähnen ist auch, dass durch das CBD in beiden Untersuchungen häufiger Nebenwirkungen wie Durchfall oder Erbrechen auftraten.

CBD bei Epilepsie: Was man bis heute weiß

  • Zu einer potenziellen Behandlung von CBD mit Epilepsie sind Dosierungen nötig, die die handelsüblichen Empfehlungen um ein Vielfaches überschreiten. Daher solltest Du eine eventuelle Einnahme von CBD bei Epilepsie unbedingt ärztlich abklären lassen.
  • Epilepsie kann sowohl gesundheitliche als auch auch psychosoziale Auswirkungen nach sich ziehen.
  • Circa 30 Prozent der Patienten sprechen nicht auf Antiepileptika an.
  • Verwender berichten immer wieder von positiven Wirkungen von CBD bei Epilepsie.
  • Auch Studien geben erste Hinweise auf eine Wirksamkeit von CBD bei bestimmten Formen der Epilepsie.
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